Thesen einer weltweiten Gemeinschaft:

Thesen einer weltweiten Gemeinschaft:
Schlussbotschaft der zweiten Weltkonferenz konfessionsverbindender Paare und Familien 2003 in Rom

An die Kirchen, denen wir angehören, an alle Christinnen und Christen, insbesondere jene, die in einer konfessionsverbindenden Ehe leben, an alle, die auf dem Weg der Versöhnung unterwegs sind.

Aus 11 Ländern in 3 Kontinenten und mindestens 7 Konfessionen versammelten wir uns vom 24. bis zum 28. Juli 2003 zur zweiten Weltkonferenz konfessionsverbindender Paare und Familien bei Rom. Wir waren über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Geistliche sowie viele Kinder und Jugendliche, deren Teilnahme ein inspirierender und wesentlicher Teil unseres Treffens war. Wir kamen zusammen, um über unsere Einheit in Taufe und Ehe nachzudenken, in der Gott uns zum gemeinsamen Leben in seiner Kirche beruft, um so zur Versöhnung der Konfessionen beizutragen.

Als konfessionsverbindende Ehen und Familien sehen wir die Einheit der Christen aus einer einzigartigen Perspektive, die in unserer besonderen Lebenssituation begründet ist. Wir danken Gott für die Berufung, in die er uns gestellt hat. So laden wir alle Christen ein, gemeinsam mit uns die Freude, den Reichtum und die Herausforderung eines Lebens der Vielfalt in Einheit unter einem Dach zu entdecken.

Wir hoffen...

dass uns die Konfessionen als Partner anerkennen, die ihre Erfahrungen als bescheidenen aber wesentlichen Beitrag anbieten, um die ökumenische Entwicklung voranzutreiben.
dass wir durch die Gastfreundschaft zu Hause und in unseren Gemeinden zu lebendigen Brücken werden.
dass eine wachsende Zahl von Christen mit uns immer mehr das Leid und den Skandal der Trennung der Christen empfindet und sich gerade auch deshalb für die Arbeit an der Einheit einsetzt.
dass der Reichtum ökumenischer Konsens-Dokumente, den wir in unseren Familien in die Praxis umsetzen wollen, voll und ganz in der pastoralen Ausbildung und im Leben unserer Konfessionen zum Wohl aller angenommen wird.
dass die Kirchen in der Seelsorge für die konfessionsverschiedenen Familien zusammenarbeiten, um so im ökumenischen Verständnis vorwärts zu kommen.
dass weitere seelsorgerliche Lösungen für die gemeinsame Teilnahme an Abendmahl und Eucharistie in der Konfession des Partners gefunden werden, bis die vollständige eucharistische Gemeinschaft der Christen erreicht ist.
dass wir die Freude teilen können, die wir in unserer, von Gott geschenkten Verschiedenheit innerhalb des einen Leibes Christi erfahren als Zeugnis für die Versöhnung der Welt.

Wir bringen diese Hoffnungen zu Gott, unserem Vater, durch unseren Herrn und Bruder Jesus Christus, im Vertrauen auf die Kraft des Heiligen Geistes.