Netzwerk Ökumene begrüßt Bischofskonferenz-Entscheidung zur Handreichung zum gemeinsamen Kommunionempfang

Das Netzwerk Ökumene freut sich über die bei der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz verkündete - und seit langem überfällige - Entscheidung, eine Handreichung für den gemeinsamen Eucharistieempfang konfessionsverbindender Ehepaare zu veröffentlichen. Zwar bleibt der genaue Text dieser Handreichung abzuwarten, aber der von Kardinal Marx in der Presseerklärung zur Vollversammlung formulierte Kerngedanke stimmt hoffnungsvoll: „Deshalb ist die zentrale Aussage des Dokumentes, dass alle, die in einer konfessionsverbindenden Ehe nach einer reiflichen Prüfung in einem geistlichen Gespräch mit dem Pfarrer oder einer mit der Seelsorge beauftragten Person zu dem Gewissensurteil gelangt sind, den Glauben der katholischen Kirche zu bejahen sowie eine „schwere geistliche Notlage“ beenden und die Sehnsucht nach der Eucharistie stillen zu wollen, zum Tisch des Herrn hinzutreten dürfen, um die Kommunion zu empfangen.“ (S.5 im oben verlinkten Dokument) Für uns heißt dies eindeutig, dass die Gewissensentscheidung am Ende des geistlichen Weges dem Paar vorbehalten ist - und niemandem sonst. Das ist der entscheidende Fortschritt gegenüber der bisher vorherrschenden Lesart, dass der Ortspfarrer, der Bischof oder ein anderer kirchlicher Würdenträger für (bzw. über) das Paar zu entscheiden hätten. Wir sind gespannt auf den Text der Handreichung und werden besonders ihre Rezeption in den Bistümern und Gemeinden kritisch begleiten.