Katholikentags-Rückblick

"Seht - da sind viele Menschen"  - Dieses leicht abgewandelte Katholikentagsmotto verdeutlicht eine Facette des zu Ende gegangenen Jubiläums-Katholikentags: Verwundert - aber fast durchgehend positiv - nahmen viele der überwiegend konfessionslosen Leipziger wahr, wie viele Christen sich fröhlich in ihrer Stadt versammelt hatten. Denn zu übersehen waren die über 30000 Dauerteilnehmer mit ihren grünen Halstüchern keinesfalls - auch dank der überwiegend zentral gelegenen Veranstaltungsorte.

Vielen Unkenrufen zum Trotz war es eine gastfreundliche Atmosphäre, in der dieser Katholikentag stattfand. Wir als Netzwerk Ökumene hatten verschiedene Veranstaltungen für das Programm eingereicht und waren sehr erfreut, dass alle Vorschläge angenommen wurden. So waren es intensive Tage mit vielen Erlebnissen, von denen hier kurz berichtet werden soll:

Der Stand auf der Kirchenmeile - unser Klassiker und Ankerpunkt aller Kirchen- und Katholikentagsaktivitäten: Er war nicht leicht zu finden, lag aber gleichzeitig auf einem frequentierten Weg, so dass wir immer wieder Besuch hatten - von jung und alt sowie aus Ost und West. Wie immer kam es zu vielen interessanten Gesprächen. Eine besondere Freude war der Besuch des Berliner Erzbischofs Heiner Koch, den wir zusätzlich noch zu einem Hintergrundgespräch treffen konnten.

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Ökumenischer Gottesdienst "Ökumene PAARweise": Hier bedurfte es schon eines gewissen pfadfinderischen Geistes um die etwas außerhalb und versteckt liegende Kirche St. Laurentius zu finden. Über 60 Katholikentagsbesucher fanden den Weg und feierten den Gottesdienst mit uns. Zwei verschiedenfarbige Socken veranschaulichten das Thema. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Gruppe Himmelleicht aus Cadolzburg (Mittelfranken).

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Erzählcafé "Am Rand oder in der Mitte - Wie erleben sich konfessionsverbindende Paare in der Gemeinde?": 23 Katholikentags-Teilnehmer trafen sich zu einem Austausch über eigene Erlebnisse und Erfahrungen. Mit Tischdeko, Ökumene-Keksen und Getränken wurede das eher sachliche Ambiente des Veranstaltungsraums gemütlich gestaltet - es kamen schöne und intensive Gespräche in der Runde zustande.

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Werkstatt "Fortschritt oder Rückschritt - Aussagen der Familiensynode zu konfessionsverbindenden Paaren": Für zwanzig Besucher war der Stuhlkreis vorbereitet - und genau ein Stuhl musste noch zugestellt werden, damit alle Platz hatten. Mit dieser optimalen Gruppengröße war intensives Arbeiten an zwei Texten möglich: Ein Abschnitt aus Amoris Laetitia zu den konfessionsverschiedenen Paaren sowie einige Ausführungen von Papst Franziskus bei seinem Besuch in der lutherischen Gemeinde in Rom im November 2015. Aus der gemeinsamen Textlektüre entwickelte sich ein intensiver Austausch auch über die eigene Situation.

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