Internationales Netzwerk brachte sich in Bischofssynode ein

Die XIV. Ordentliche Generalversammlung der römisch-katholischen Bischofssynode tagte im Oktober 2015 in Rom zum Thema "Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute".
Vorangegangen war eine außerordentliche Bischofssynode im Herbst 2014. Daran anschließend waren Privatpersonen und Organisationen eingeladen, ihre Fragen bzw. Positionen zu diesem brennenden Thema an das Sekretariat der Bischofssynode nach Rom zu schicken.
 
In Abstimmung mit den nationalen Netzwerken hat das internationale Dachnetzwerk konfessionsverbindender Paare und Familien IFIN (Interchurch Families International Network) ein solches Positionspapier verfasst und verschickt. Darin wird in einem ersten Schritt gefordert, die konfessionsverbindenden Paare in einem eigenen Abschnitt zu behandeln und sie dabei von interreligiösen Ehen zu unterscheiden.
Im zweiten Schritt wird die besondere Berufung der konfessionsverbindenden Paare betont, als sichtbare Zeichen für die Einheit der Christen einzustehen.
In einem dritten Abschnitt werden konkrete pastorale Fragen angesprochen (z.B. Ehevorbereitung, Taufe der Kinder, gemeinsamer Kommunionempfang), die konfessionsverbindende Paare bettreffen. Hier wurden von der Bischofssynode konkrete und handhabbare Lösungswege eingefordert. Das englische Original des Positionspapiers können Sie hier herunterladen, die deutsche Übersetzung finden Sie hier.
 
Den Abschlussbericht der Bischofssynode 2015 finden Sie hier.
Eine Einschätzung, was die Ergebnisse für konfessionsverbindende Paare hat Ruth Reardon von der IFIN im November 2015 verfasst - das englische Original finden Sie hier.
 
Aus der Bischofssynode hervorgegangen ist das Nachapostolische Schreiben "AMORIS LAETITIA" von Papst Franzikus von April 2016, welches Sie hier nachlesen können. Für konfessionsverbindende Paare bringt es gegenüber dem Synodendokument keine Veränderung, da der Papst den entsprechenden Abschnitt des Abschlussdokumentes wörtlich übernimmt (Nr. 247).